Basel 2 erklärt
Basel II: Mit dem Stichwort "Basel II" wird die Diskussion um die Neugestaltung der Eigenkapitalvorschriften der Kreditinstitute bezeichnet. Diese Diskussion hatte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht mit der Vorlage eines Konsultationspapieres im Juni 1999 eröffnet (siehe auch "Chronologie zu Basel II"). Ziel von "Basel II" ist es, die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu erhöhen. Dazu sollen die Risiken im Kreditgeschäft besser erfasst und die Eigenkapitalvorsorge der Kreditinstitute risikogerechter ausgestaltet werden.
Das bedeutet im Kern, dass die Kreditinstitute zukünftig umso mehr Eigenkapital vorhalten sollen, je höher das Risiko des Kreditnehmers ist, an den sie einen Kredit vergeben. Heute spielt dagegen die Bonität der Unternehmen in den aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalregeln keine Rolle: Banken und Sparkassen müssen jeden Firmenkredit mit einem einheitlichen Satz von acht Prozent ihres Eigenkapitals unterlegen. Zwar geht es bei dieser Diskussion zunächst nur um die Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute. Mittelbar werden jedoch auch deren mittelständische Firmenkunden von diesen Veränderungen betroffen sein. Insofern hat sowohl die Kreditgebende wie auch die Kreditnehmende Wirtschaft ein Interesse an einer angemessenen Neuregelung.
Das könnte Sie auch interessieren:
Finanzierung Rechner  I günstige Autofinanzierung  I BU Preisvergleich  I Bausparkasse
