Samstag, Februar 04, 2012

Finanzielle Freiheit hat mehrere Komponenten

Geld gehört zum Leben dazu, ohne geht es nicht, Geld allein aber macht auch nicht glücklich. All dies ist längst bekannt, doch was macht die finanzielle Freiheit für den Einzelnen eigentlich aus?

Mit genau dieser Frage hat sich nun die netbank beschäftigt und in Zusammenarbeit mit der GFK, der Gesellschaft für Konsumforschung, über 1.000 Bürger unseres Landes befragt – über die Bereiche Girokonto und Freiheit.


Kostenlos Geldabheben ist ein wesentlicher Punkt!


Dabei kam es zu einem klaren Ergebnis für das kostenlose Abheben von Bargeld, und das weltweit. 69,2 Prozent der Befragten gaben an, dass finanzielle Freiheit für sie vor allem bedeutete, überall kostenlos Geld abheben zu können, mit EC-Karte und / oder mit der Kreditkarte.



Die zweithäufigste Antwort befasste sich mit dem Überziehungskredit für das Girokonto. Für 33,7 Prozent der Befragten, immerhin noch ein gutes Drittel, ist es wichtig, einen hohen Verfügungsrahmen für einen Dispo-Kredit zu haben, und dennoch nur niedrige Zinsen für die Überziehung bezahlen zu müssen.

Ohne Online-Banking geht nichts mehr!


Für 29,7 Prozent der Befragten ist das Online-Banking ein wichtige Punkt der finanziellen Freiheit. Vor allem die Altersgruppe von 20-bis 29jährigen und die Bürger, die eine höhere Bildung haben, sehen in der Möglichkeit des Online-Bankings den Ausdruck von Freiheit und setzten diesen Bereich als zweitwichtigsten an bei der Befragung.

Interessant ist der Aspekt, der sich mit dem Wechsel des Girokontos zu einer anderen Bank befasst hat. Gleich 88,3 Prozent der Befragten gaben an, noch nie das Girokonto gewechselt zu haben. Dies ist, angesichts der vielen neuen Angebote, die es inzwischen gerade in diesem Bereich der Finanzprodukte gibt, eine sehr interessante Antwort – welche die Banken auch nachdenklich stimmen sollte, hinsichtlich der Verbesserung ihrer Werbung für Girokonten, um Kunden zu einem Wechsel zu ihrer Bank zu bewegen.



Verbundenheit zur Bank hält vom Wechseln ab

Denn: 73 Prozent der Befragten gab als Grund für den bisher nicht erfolgten Wechsel zu einem anderen Girokonto-Anbieter die Verbundenheit mit ihrer Bank an, die bereits jahrelang andauert. Je älter die Befragten waren, desto größer ist auch diese Verbundenheit, wie sich herausstellte. Fast 90 Prozent (87 Prozent) aus der Altersgruppe der 60- bis 69jährigen gaben an, dass ihre Verbundenheit mit dem bisherigen Geldinstitut sie bislang daran gehindert hat, das Girokonto oder gar die Bank ganz zu wechseln.



Dies zeigt, dass vieles über die Verbundenheit zur Bank läuft in Sachen Finanzen. Je besser eine Bank in der Lage ist, auch ihren bestehenden Kundenstamm durch Angebote zu binden, egal in welchem Bereich, desto eher werden auch die jüngeren Kunden ihre Verbundenheit mit dem Geldinstitut entdecken. Gerade ist Bereich der Geldanlagen wie Tagesgeld ist es oft so, dass Neukunden bessere Verzinsungen erhalten als die Kunden, die bereits zum bestehenden Kundenstamm gehören. Wenn die Geldinstitute hier den Verbesserungsbedarf erkennen, wird die Kundenorientierung auch wieder auf mehr Verbundenheit hinauslaufen, auch bei Kunden, die jünger sind – und für die ein Wechsel deshalb viel schneller „vom Kopf her“ auch möglich ist.


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