Umschuldung / Umfinanzierung

Eine Umfinanzierung bzw. Umschuldung lohnt sich in den meisten Fällen! Das Konto steht schon seit einigen Monaten konstant im Minus. Der Dispo ist fast ausgereizt. Die Kreditkarten sind in Gebrauch und fordern monatlich ihre festen Raten zur Rückzahlung ein. Hinzu kommt noch der Ratenkauf im Elektronikmarkt und schon summieren sich unweigerlich die Raten zu einer meist recht hohen Summe. Verbraucher neigen jedoch aus Unwissenheit dazu, dies untätig hinzunehmen und Monat für Monat zu zahlen. Dabei haben Sie durchaus Möglichkeiten, Zinsen einzusparen und die monatliche Belastung zu minimieren. Unsere Kredit Hilfe sagt Ihnen wie! Nicht selten sind besonders die Zinsen für einen in Anspruch genommenen Dispositionskredit horrend und auch einige Kreditkartenanbieter verlangen ordentliche Zinsen, wenn die Rückzahlung des Verfügungsrahmen in kleinen Raten erfolgt.

Unter dem Strich zahlen Sie Monat für Monat überteuerte Zinsen, die Sie einsparen können, in dem Sie all ihre kleinen Kredite und Finanzierungen in Form einer Umschuldung zu einem großen Kredit zusammenfassen. Darüber hinaus besteht die Chance, dass die monatliche Belastung spürbar geringer wird. Denn in der Regel erweist sich die eine monatliche Rate als geringer im Vergleich zur Summe aller bislang gezahlten Raten.

Umschuldung – Wie geht das?

Zunächst einmal müssen Sie sich einen kompletten Überblick über alle Finanzierungen und den damit verbundenen Forderungen verschaffen. Selbst dann, wenn es sich nur um den in Anspruch genommenen Dispositionskredit (Konto überzogen) und zwei kleinere Finanzierungen handelt. Denn die Gesamtforderung ist die Grundlage für den neuen Kredit, den Sie für eine Umschuldung beantragen können. Das Internet bietet heute die Möglichkeit vorab schon einmal mit einem Kreditrechner die möglichen Raten zu berechnen.  Auf einem Vergleichsportal, wie beispielsweise auf Check24 bekommen Sie eine umfassende Auflistung aller Banken, die Umschuldungen anbieten. Heute gibt es neben den klassischen Kreditinstituten auch Portale, wie Auxmoney oder Smava, welche mitunter Kredite von Privat vermitteln. Hier haben Sie vorab die Gelegenheit zu erfahren, wie und welcher Höhe eine Umschuldung möglich sein könnte.

Kreditanbieter für Umfinanzierungen

Inzwischen gibt es kaum noch ein Kreditinstitut, welches die Umschuldung nicht im Angebot hat. Die Banken verdienen gut und sind an zahlenden Kunden interessiert. Wenn Sie ein festes Einkommen haben und natürlich noch eine gute Bonität haben, dann steht einer Umschuldung nichts im Weg. Sie können sich auch direkt an die Bank Ihres Vertrauens wenden und um ein Angebot bitten. Selbst die Hausbank, bei der ein Dispo in Anspruch genommen wurde, ist in der Pflicht Ihnen ein Gegenangebot zu unterbreiten. Sollte es bei der Umschuldung ausschließlich um den Ausgleich des Dispos gehen, empfiehlt es sich durchaus der Bank einmal auf den Zahn zu fühlen. Natürlich nicht bevor Sie mit einem guten Angebot einer anderen Bank dagegen halten können.

Wann lohnt sich eine Umschuldung?

Grundsätzlich sollte die Umschuldung zu Ihren Gunsten erfolgen. Sie empfiehlt sich für alle, die ein sicheres Einkommen haben und den Überblick über die Finanzen noch im Griff haben. Die Umschuldung dient in erster Linie der Zusammenführung einzelner Finanzierungen.

Dabei stehen zwei wesentliche Ziele im Mittelpunkt:

  1. Eine Reduzierung der Raten und eine Entlastung der monatlichen Ausgaben
    Möchten Sie monatlich mehr Geld zur freien Verfügung haben? Dann ist eine längere Laufzeit bei dem neuen Kredit wichtig. Zwar werden Sie in den sauren Apfel beißen, länger Zinsen zu zahlen. Jedoch haben Sie unter dem Strich zum einen den Dispositionskredit ausgeglichen und nur noch eine feste Rate an einen Gläubiger zu zahlen.
  2. Laufzeitenverkürzung und schnellere Tilgung der Verbindlichkeiten
    Sie möchten schneller die Forderungen begleichen und somit vorzeitig wieder frei von Forderungen sein? Dann empfiehlt sich ein neuer Kredit mit kurzer Laufzeit. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass Sie gründlich vergleichen und am Ende eine Rate vereinbaren, die Sie ohne Weiteres tragen können.

Es liegt am Ende in Ihren Händen, was für Sie persönlich wichtiger erscheint und was aktuell in Ihrem Leben mehr Sinn macht.

Können auch größere Kredite umgeschuldet werden?

Ja, selbstverständlich geht es bei der Umschuldung nicht nur um das Zusammenführen einzelner kleinere Kredite oder der Ablösung von einem Dispo. Mit der Umschuldung steht es Ihnen auch offen, einen bereits vorhandenen Kreditvertrag von einem anderen Institut ablösen zu lassen. Meist macht dies Sinn, wenn andere Banken für die noch zu zahlende Summe deutlich bessere Konditionen anbieten. Gerade im Hinblick auf die zu zahlenden Zinsen. Das ist für Sie interessant, wenn Sie eine größere Summe in Anspruch genommen haben und noch einige Jahre abzahlen müssen. Um am Ende möglichst wenig Zinsen dafür zu zahlen, empfiehlt es sich eine Umfinanzierung in Betracht zu ziehen.

Achtung: Die meisten Banken verlangen Gebühren für eine vorzeitige Ablöse des Kredits (Vorfälligskeitszinsen)! In einem solchen Fall sollten Sie besser noch ein wenig warten, um diese Gebühren einzusparen.

Regelmäßig vergleichen und Zinsen sparen!

Eine Umfinanzierung können Sie nicht alle paar Monate beauftragen. Jedoch sollten Sie ruhig hin und wieder den Markt sondieren und schauen, welche Bank aktuell gute Angebote vorzuweisen hat. Besonders dann, wenn Sie eben einen größeren Kredit bedienen. Dank der zahlreichen Vergleichsportale wird es Ihnen recht leicht gemacht, vorab ein paar Angebote einzusehen. Denken Sie jedoch bitte daran, dass auf den Portalen nur vorläufige Ergebnisse angezeigt werden. Ein verbindliches Angebot der Bank erhalten Sie erst nach dem Einreichen aller notwendigen Unterlagen. Dazu zählt neben dem Einkommensnachweis auch die Auflistung der bestehenden Verbindlichkeiten und die geforderten, persönlichen Daten.

Umschuldung / Umfinanzierung – Fazit

In erster Linie sind Sie keineswegs daran gebunden, Ihr Leben lang bei ein und der selben Bank zu verweilen. Der Dispo ist kein Grund dafür, bei der Hausbank zu bleiben. Im Gegenteil, wenn Sie eine Möglichkeit sehen, diesen im Rahmen einer Umschuldung abzulösen, dann sind Sie bei einer neuen Bank meist besser beraten. Bevor Sie ein neues Girokonto eröffnen, vergessen Sie auch hier nicht vorab zu vergleichen. Nicht alle Girokonten werden kostenlos angeboten und auch die Zinsen für die Kontoüberziehung schwanken von Bank zu Bank sehr stark!

Eine Umschuldung ist immer dann sinnvoll, wenn ein Dispo in Anspruch genommen wurde, mehrere Kleinfinanzierungen zusammenfasst werden sollen oder ein größerer Kredit zu besseren Konditionen umfinanziert werden soll und kann.

Wer den Überblick verloren hat und eine Zahlungsunfähigkeit droht, sollte sich in diesem Fall an eine Schuldnerberatung wenden. Dauerhaft ist die Begleichung von Schulden durch neue Schulden keine Lösung.

Vorteile einer Umschuldung:

  • Zusammenführung mehrerer Finanzierungen zu einer festen Rate
  • günstiger als der dauerhaft genutzte Dispo
  • Ratenreduzierung
  • mehr Geld zur freien Verfügung

Nachteile einer Umschuldung:

  • Abschluss eines neuen Kredits
  • nur sinnvoll, wenn volle Zahlungsfähigkeit vorhanden ist